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News in Sachen 380 KV-Leitung, welche längs durch das Emsland gelegt werden soll:
In der neuesten Ausgabe des BWK Energie-Fachmagazins wird das Stromnetz der Zukunft in einem Tunnel gesehen. Der VDE schlägt in diesem Artikel eine Bündelung der Infrastrukturen (wie zum Beispiel Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation und Internet) in Tunneln vor, welche unter Autobahnen oder Bahntrassen entlanggefü...hrt werden. Dieses wäre ein Weg, den notwendigen Ausbau der Netze rasch voranzubringen und die Akzeptanz für diese Maßnahmen in der Bevölkerung deutlich zu erhöhen.
Für diese Lösung spricht nach Ansicht des Verbandes auch der Platzbedarf, die Installations-, Reparatur und Wartungsfreundlichkeit, das Potential zur Leistungssteigerung, die Innovationsfähigkeit und die Auswirkung auf die Volkswirtschaft. So können zum Beispiel neue Techniken schnell und kostengünstig umgesetzt und eingeführt werden. Generell könnten im Tunnel verlegte Stromleitungen als Endloskabel eingezogen werden welche die technischen Schwächen, insbesondere von Muffen und Endverschlüssen, vermeiden. Der Austausch schwächerer gegen stärkere Systeme sei vergleichsweise einfach machbar und die Erschließung weiterer Kostensenkungspotenziale sei ebenso denkbar, wie die Nutzung von z. B. Supraleitern.
Die Kosten hierfür seien 3 mal höher als bei einer Freileitung. (Anmerkung: laut den antragsstellenden Betreibern liegen diese für die bislang diskutierte Erdverkabelung bei mindestens Faktor 7! Und gemäß dem bereits von uns erwähnten Gutachten würden selbst diese Kosten durch die geringeren Stromverluste während der Betriebsdauer wieder eingespart werden).
Es gehe auch darum, in der heute historischen Situation „Denkzäune“ einzureißen. Es gehe um die Basis für die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien.
Der ganze Bericht mit vielen weiteren Details zu diesem Thema ist in der Zeitschrift „BWK Das Energie-Fachmagazin“, Ausgabe 9/2011, Seite 6 ff. zu finden. Diese Zeitschrift können Sie hier bestellen: http://www.energiefachmagazin.de/bwk/article.php?data%5Barticle_id%5D=62700
Wer kann sich einer solchen Argumentation heute noch verschließen und weiterhin verlangen, daß die Natur verschandelt wird? Und das gegen den Willen der Bevölkerung! Die A31 wäre also die ideale Strecke für einen solchen Tunnel.
Wie wir erfahren haben, würde "HochTief" gerne seine Erfahrungen aus dem Tunnelbau auch hier einbringen.
Hier sind jetzt die Politiker von von Bund, Ländern und Kreisen gefragt, ebenso wie die Netzbetreiber! Wir sind gespannt, ob diese ihrer Verantwortung gerecht werden. Herzlich Willkommen auf den Internetseiten der Bewohner des Großen Sand (Dalum) zum Thema 380 KV-Leitung im Emsland. Wir versuchen hier möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen. Auch Informationen, welche die Betreiber und die Genehmigungsbehörden nicht gerne veröffentlicht sehen wollen. Diese Seite wird sich im Laufe der nächsten Monate nach und nach aufbauen. Wir werden versuchen die Interessen der verschiedenen Parteien so objektiv wie möglich darzustellen.Auf der Informationsveranstaltung am 11. Mai 2011 wurden verschiedene Trassenführungen vorgestellt. Die von der Gemeinde Geeste ins Gespräch gebrachte Trasse an der westlichen Seite der A31 entlang wurde jedoch nicht einmal erwähnt, sondern nur auf Befragung des Bürgermeisters der Gemeinde Geeste mit wenigen Worten abgetan. Wenn hier drei Gemeinden, welche wesentlich von der Leitungsführung betroffen sind, gemeinsam einen Vorschlag einreichen, welcher auch ausschließlich ihr Gebiet betrifft, dann kann man doch mindestens erwarten, dass ein solcher Vorschlag ernsthaft diskutiert wird. Die derzeit von den Antragsstellern Amprion und Tennet bevorzugte Trassenführung geht zwischen Dalum und dem Großen Sand entlang - überirdisch. Dieses scheint die günstigste Strecke zu sein und am wenigsten "Konfliktpotential" trächtig. Man rechnet also damit, dass wir uns nicht wehren. Lassen wir uns das gefallen? OK - Hier wird mal wieder Umweltschutz - der sprichwörtliche Goldregenpfeifer - über den Menschen und seine Umwelt gestellt. Ist das richtig?Es wurde uns in der Veranstaltung mehrfach gesagt, dass nur der in Deutschland produzierte Strom durch diese Leitung fließen wird. Wir bekamen jedoch irgendwie Bauchschmerzen, als wir hörten, dass direkt an der niederländischen Grenze ein neues Kraftwerk gebaut werden soll und uns ein Vertreter von Tennet unumwunden erklärte, dass Tennet eine niederländische Firma ist und die Gelder für die Trasse auf unserem Gebiet direkt oder indirekt von den Niederlanden aus sicher gestellt werden.Stimmt es auch, dass die Leitung als Freileitung an der A31 für den Kreis keine Alternative ist, weil dadurch das Ansehen des Emslands für die Fahrer auf der A31 und damit der Tourismus leiden würde? Darf die A31 nicht "verschandelt" werden aber wir, die Bürgerinnen und Bürger des Großen Sandes müssen unter der Strahlung und dem Aussehen der Strommasten leiden? Von wem wurden die Vertreter im Kreis eigentlich gewählt? Wen repräsentieren sie? Doch wohl uns! Und jetzt arbeiten sie gegen uns? Wollen wir uns das auch gefallen lassen?Um es ganz klar herauszustellen: Wir sind nicht gegen den Bau der 380 KV Leitung. Wir gehen von deren Notwendigkeit aus. Wir sind nicht dagegen, dass diese in unserer unmittelbaren Umgebung gebaut wird. Doch wollen wir zumindest nach unserer Meinung gefragt werden. An der A31 ist Platz genug. Dort ist in unmittelbarer Nähe so oder so keine Lebensqualität zu erhalten. Warum sollte ein neuer Streifen durch das Emsland gehen und diesen Streifen unbewohnbar machen. Wenn die Leitung dann schon zwischen dem Großen Sand und Dalum durchgehen muss, warum dann nicht als Erdkabel? Ja, da sind die enormen Mehrkosten. DAS GLAUBEN WIR NICHT!! Die von Tennet und Amprion vorgestellte Rechnung war falsch! Die notwendigen Bauten, welche für den Wechsel zwischen Hochspannungsleitung und Erdkabel errichtet werden müssen, wurden von den Baukosten her ausschließlich der Erdverkabelung zugerechnet. Klar, dann ist eine Erdverkabelung wesentlich teuer. Aber auf den Arm nehmen können wir uns auch selber. Bitte gebt doch einmal die reinen Erdverkabelungskosten pro Kilometer bekannt. Bitte gebt doch mal bekannt, wie viel der einzelne Strombezieher in der BRD pro Kilowattstunde mehr bezahlen müsste, wenn die gesamte Leitung unterirdisch verlegt würde. Wir gehen davon aus, dass dieses weniger als 0,1 Cent ist !!! Wäre dieses nicht die Lebensqualität der Menschen im Bereich dieser Leitung wert?Dazu haben wir auch folgendes Urteil aus der Schweiz gefunden: " ... Dies sei nicht nur energiepolitisch bedenklich, sondern führe – über die Betriebsdauer der Anlage gesehen – auch zu hohen Kosten. Die höheren Stromverlustkosten der Freileitung gleichen daher die höheren Investitionskosten der Kabelanlage weitgehend aus, ... " so die dortigen Richter. Hat das einmal einer hier hinterfragt? Hier der Link. Dort sagt Amprion selbst:" Der Trend geht zur Verkabelung. Wir können uns nicht verweigern, wenn die Bevölkerung die Verkabelung will." Hier ist die Erdverkabelung gemein. Anscheinend sind uns die Schweizer hier mal wieder einen großen Schritt voraus.Wir wohnen hier viele Jahre im Großen Sand und mussten schon viel ertragen: Die A31 mit ihrem Lärm; Die Hähnchenställe direkt an der Rotdornstrasse ... Irgendwann ist auch mal Schluss und man muss auch mal auf uns Rücksicht nehmen. Wir glauben nicht, dass es bei dieser Leitung bleiben wird. In der derzeitigen energiepolitischen Situation sind weitere Leitungen notwendig. Auch rechnen wir damit, dass in Zukunft noch eine größere Gasleitung in Nord-Süd Richtung gelegt werden muss. Sicherlich wird man dann auf die jetzt geplanten Trassen zurückgreifen. Warum sollen diese Leitungen dann nicht auch an der A31 entlang gehen? |
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